Gedenkveranstaltung der Limesschule am 8. Mai

8. Mai 2026

Der 8. Mai ist ein ganz besonderer Tag. Er markiert das Ende des II. Weltkrieges, das endgültige Ende der Nazi-Herrschaft.

Diesen Tag nahm der Oberstufen-Leistungskurs „Geschichte“ der Limesschule Altenstadt zum Anlass, eine Gedenkstunde auszurichten. Das Résumé vorweg: Die Veranstaltung war gelungen.

Nach einer kurzen musikalischen Einführung eröffnete der stellvertretende Leiter der Limesschule die Gedenkstunde und begrüßte als ersten Redner Herrn de Vries von der Jüdischen Gemeinde Wetterau. Für die deutschen Juden, die den Holocaust in den KZ überlebten, war dieser Tag zwar ein Tag der Befreiung, aber keineswegs ein Tag für die Rückkehr in die alte Heimat. An Beispielen seiner Familie machte er deutlich, dass die überlebenden Verschleppten in ihren Herkunftsorten nicht willkommen waren – die Köpfe der Schreckensherrschaft waren zwar nicht mehr aktiv, aber die Verwaltung arbeitete mit den gleichen Personen, ebenso die Justiz.  Auch wenn der Terror beendet war, waren die Menschen noch da….

Der anschließende Vortrag des ersten Schülers bezog sich auf den Holocaust: Dass er nicht nur in den größeren Städten und Gemeinden stattfand, sondern dass der Judenhass sich auch auf dem Land bemerkbar machte. Stichwortartig zählte er die Stationen der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung auf, sichtlich bewegt.

Der nächste Schüler berichtete davon, dass die deutsche Kriegswirtschaft die Produktion nur dank der Zwangsarbeiter weitergehen konnte. Explizit benannte er die Situation der Zwangsarbeiter der Adlerwerke Frankfurt im KZ Katzbach, schilderte die unmenschlichen Bedingungen für die hauptsächlich aus Polen und der heutigen Ukraine stammenden Männer bis hin zum Todesmarsch im März 1945. Die anwesenden OMAS GEGEN RECHTS Wetterau konnten ihren Besuch im KZ Katzbach noch einmal erleben.

Der Reigen der Berichte setzte sich mit einer positiven Beschreibung der Nachkriegszeit fort: Wie das Land wieder aufgebaut wurde, das Grundgesetz verabschiedet und die demokratische Denk- und Handlungsweise sich durchsetzte.

Ein literarisches Duo in Person einer Schülerin, die Gedichte zitierte, und einer Lehrerin, die diesen Beitrag musikalisch begleitete, hinterließ einen bleibenden Eindruck. 

Ein weiterer Schüler berichtete von einem Projekt ihres Kurses, das zum Gedenktag an die Novemberpogrome in einer Ausstellung präsentiert werden soll. 
Wir waren uns schnell einig, auch diese Ausstellung besuchen zu wollen, um das große Engagement der jungen Menschen zu würdigen.