Es begab sich zu der Zeit….. So fangen Geschichten an. Eine Geschichte, die sich
noch entwickeln wird, begann mit der Anfrage eines Soziologie-Studenten aus
Aachen, ob die OMAS in Deutschland interessiert daran wären, die Opposition in
USA zu unterstützen – auf virtuellem Weg. Er bot ein kleines Netzwerk an, wollte es
erweitern und die Unterstützung der OMAS darüber verbreiten.
Es fand sich sehr schnell eine Gruppe, die dem jungen Mann weitere Kontakte
lieferte, die er seinem Netzwerk hinzufügte.
Und dann sah eine OMA im lokalen TV einen Bericht über einen in Hessen lebenden
Amerikaner, der nicht mehr nach Amerika zurück möchte, der seine Träume seinen
Ruhestand betreffend begrub – zumindest vorerst. Sie fragte per Mail, ob der im Netz
gefundene Mann der aus dem Film sei – war er. So begann der Kontakt mit
Resistance Roundtable.
Die Organisation plante nach der Erschießung von Alex Pretti eine Mahnwache,
zunächst auf der Hauptwache in Frankfurt. Doch dann wurde die Mahnwache auf
den Paulsplatz verlegt – sozusagen in den Schatten der Paulskirche, dem Symbol
der Demokratie-Geschichte Deutschlands. Die OMAS wurden zu der Mahnwache
eingeladen und gefragt, ob sie etwas sagen wollten. Und ja, sie wollten.
Der Bereich der Mahnwache wurde von den Mitgliedern des Roundtable liebevoll
gestaltet. Auch die OMAS legten Blumen ab, die eine von ihnen besorgt hatte. Nach
der Begrüßung durch Tim begann der Rede-Reigen. Ein Höhepunkt waren zwei
Telefonate mit Personen in Minneapolis mit Berichten über die derzeitige Situation in
der Stadt und näheren Umgebung, und bei beiden Telefonaten riefen alle zum
Abschluss „we stand with Minneapolis“ und „wir lieben dich, Minneapolis“ in Deutsch
und Englisch und mehrfach.
OMA Regina hielt ihre Solidaritätsadresse in Englisch. Sie beschrieb kurz die
Gefühlslage bei den Immigranten und erläuterte dann, wie es zu der Verschiebung
der gesamten Atmosphäre im Land kommen konnte: durch die Veränderung im
Sprachgebrauch und durch permanente Lügen. Auch sie würdigte Alex Pretti als
Verfechter der Demokratie. Am Ende ihrer Rede forderte sie die Anwesenden auf,
mit ihr zusammen zu rufen: „Say it loud, say it clear, fascism is not welcome here!“
Der Aufforderung wurde laut und deutlich Folge geleistet.
Ein weiterer Programmpunkt war die Intonierung von „Amazing Grace“, bevor Caitlin
sich mit den Lügen der Trump-Regierung befasste. Und selbstverständlich wurde
Alex Pretti als Person gewürdigt, Schweigeminuten, gedacht für alle Opfer von ICE,
wurden eingelegt. Es wurde Gelegenheit für spontane Redebeiträge gegeben. Und
natürlich wurden die anwesenden amerikanischen Staatsbürger aufgefordert darauf
zu achten, dass sie ihr Wahlrecht wahrnehmen können.
Zum Abschluss sangen alle noch „We Shall Overcome“. Es war alles in allem eine
berührende Mahnwache.

